Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
§1 Geltungsbereich, Begriffsbestimmungen und Vertragsparteien
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge zwischen dem Kosmetikstudio „Prestige Beauty Point“ (nachfolgend „Anbieterin“) und ihren Kunden über kosmetische Behandlungen sowie – soweit angeboten – Schulungs- und Kursleistungen im Kosmetikbereich. Sie gelten auch für alle zukünftige Aufträge.
1.2 Kunden können Verbraucher im Sinne des § 13 BGB oder Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sein. Verträge mit Verbrauchern werden als „B2C-Verträge“, Verträge mit Unternehmern als „B2B-Verträge“ bezeichnet. Soweit Regelungen ausschließlich oder abweichend für Unternehmer gelten, ist dies gesondert gekennzeichnet.
1.3 Es gelten ausschließlich diese AGB. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn die Anbieterin ihnen nicht ausdrücklich widerspricht oder Leistungen vorbehaltlos erbringt. Individuelle Vereinbarungen in Text- oder Schriftform gehen diesen AGB vor.
1.4 „Behandlungen“ sind insbesondere dauerhafte Haarentfernungen mittels Laser, Hautbehandlungen, Permanent Make-up sowie Wimpernbehandlungen. „Schulungen“ sind von der Anbieterin angebotene Kurse, Workshops oder Trainings im Kosmetikbereich.
1.5 „Termin“ ist jede von der Anbieterin bestätigte Behandlung oder Schulungseinheit. „Paket“ ist eine Mehrzahl von Behandlungen, die als Einheit vereinbart und vergütet werden.
§2 Leistungsgegenstand: Kosmetikbehandlungen und Schulungen
2.1 Die Anbieterin erbringt kosmetische Behandlungen entsprechend der jeweiligen Leistungsbeschreibung im Studio und den im Rahmen der Anamnese und Aufklärung vereinbarten Behandlungszielen. Die Anbieterin erbringt ihre Leistungen als Dienstleistungen im Sinne der §§611 ff. BGB. Ein bestimmter Behandlungserfolg, insbesondere ein vollständiges und dauerhaftes Entfernen von Haaren, eine bestimmte Hautverbesserung oder ein bestimmtes Farbergebnis beim Permanent Make-up, wird – soweit nicht ausdrücklich schriftlich zugesagt – nicht geschuldet.
2.2 Die Anzahl der erforderlichen Behandlungen (z. B. bei Laserbehandlungen) hängt vom individuellen Haut- und Haartyp sowie weiteren, von der Anbieterin nicht beeinflussbaren Faktoren ab. Angaben der Anbieterin zu Anzahl der Sitzungen, Behandlungsintervallen, Ergebnissen, Haltbarkeit und sonstigen Erfolgsmerkmalen stellen ausschließlich Erfahrungswerte bzw. Prognosen dar und keine Garantien.
2.3 Die Anbieterin erbringt Schulungen im Kosmetikbereich, deren Inhalt, Dauer, Ort, Teilnahmevoraussetzungen und Abschluss (z. B. Teilnahmebescheinigung, Zertifikat) sich aus der jeweiligen Schulungsbeschreibung ergeben. Schulungen vermitteln Kenntnisse und Fertigkeiten, schulden aber keinen bestimmten beruflichen oder wirtschaftlichen Erfolg.
2.4 Medizinische Heilbehandlungen werden nicht geschuldet. Die Anbieterin stellt keine Diagnosen im medizinischen Sinne und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Behandlung.
§3 Vertragsschluss, Buchung über Portale und Vor-Ort-Beauftragung
3.1 Terminbuchungen können insbesondere telefonisch, vor Ort, über Online-Buchungsportale oder andere von der Anbieterin zur Verfügung gestellte Buchungskanäle erfolgen.
3.2 Der Vertrag über die Durchführung einer Behandlung kommt in der Regel bereits vor dem Ersttermin zustande, insbesondere durch die verbindliche Buchung und Zahlung über einen auf der Website bereitgestellten Zahlungslink, durch telefonische Vereinbarung oder auf sonstige Weise durch übereinstimmende Willenserklärungen der Parteien.
3.3 Im Rahmen des Ersttermins erfolgen regelmäßig eine Anamnese, ein Aufklärungsgespräch sowie eine Hautanalyse. Vor Durchführung der Behandlung wird der Kunde über den Ablauf, etwaige Risiken, Kontraindikationen sowie die voraussichtlichen Kosten informiert.
3.4 Sofern vor dem Ersttermin noch kein Vertrag über die Durchführung einer Behandlung zustande gekommen ist, kommt dieser spätestens durch die Vereinbarung der konkreten Behandlung im Anschluss an das Erstgespräch zustande. Die Vereinbarung kann insbesondere mündlich oder schriftlich vor Ort im Studio erfolgen.
3.5 Sofern die Parteien die Durchführung der Behandlung vereinbaren, kann diese unmittelbar im Anschluss an das Erstgespräch oder zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
§4 Gesundheitsangaben, Anamnese und Mitwirkungspflichten des Kunden
4.1 Vor der ersten Behandlung und bei relevanten Änderungen des Gesundheitszustands ist der Kunde verpflichtet, im Rahmen der Anamnese alle für die Behandlung wesentlichen Tatsachen vollständig und wahrheitsgemäß anzugeben, insbesondere zu bestehenden Erkrankungen, Allergien, Medikamenteneinnahmen, Hautzustand, kürzlich erfolgten Operationen oder Behandlungen (z. B. Peelings, Laserungen, ästhetische Eingriffe) sowie bestehenden Kontraindikationen.
4.2 Der Kunde ist verpflichtet, die Anbieterin unverzüglich über Änderungen dieser Angaben zu informieren, insbesondere vor weiteren Behandlungen derselben Behandlungsserie.
4.3 Die Anbieterin kann bei bestimmten Kontraindikationen (z. B. Schwangerschaft, bestimmte Erkrankungen, Medikamenteneinnahmen, akute Hauterkrankungen, Infektionen) die Behandlung ganz oder teilweise ablehnen oder verschieben.
4.4 Der Kunde ist verpflichtet, alle von der Anbieterin erteilten Vorbereitungs-, Nachsorge- und Pflegehinweise einzuhalten, insbesondere Vorgaben zu Rasur, Bräunung, Sonneneinstrahlung, Pflegeprodukten, hygienischem Verhalten und Schonzeiten.
§5 Behandlungspakete, Laufzeit und Terminierung von Folgeterminen
5.1 Behandlungen können als Einzelbehandlung oder im Rahmen von Paketen (z. B. mehrere Laserbehandlungen eines Bereichs) vereinbart werden. Umfang und Preis des jeweiligen Pakets ergeben sich aus der Buchung bzw. Vereinbarung.
5.2 Pakete werden regelmäßig im Voraus oder nach dem vereinbarten Zahlungsplan vergütet. Paketleistungen sind, sofern nichts anderes vereinbart ist, innerhalb von 18 Monaten ab Datum der ersten in Anspruch genommenen Behandlung vollständig zu nutzen. Der Kunde ist verpflichtet, die erforderlichen Folgetermine so rechtzeitig zu vereinbaren, dass die Behandlung innerhalb dieses Zeitraums abgeschlossen werden kann. Kommt der Kunde dieser Obliegenheit trotz angemessener Fristsetzung nicht nach, können noch nicht wahrgenommene Behandlungen verfallen.
5.3 Die konkreten Termine innerhalb eines Pakets werden – soweit nicht bereits bei Buchung festgelegt – individuell im zeitlichen Verlauf vereinbart. Der Kunde ist verpflichtet, die vorgeschlagenen Behandlungsintervalle einzuhalten. Weicht er hiervon ab, kann dies die Ergebnisqualität beeinflussen, ohne dass hieraus Gewährleistungs- oder Schadensersatzansprüche entstehen.
5.4 Eine Übertragung von Paketleistungen auf andere Personen ist grundsätzlich nicht möglich und bedarf der Zustimmung der Anbieterin in Textform.
§6 Preise, Vergütung und Behandlungspakete
6.1 Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses angegebenen Preise, wie sie im Studio, auf der Website, im Angebot oder im Buchungsportal dargestellt sind. Alle Preise verstehen sich – soweit nicht ausdrücklich anders angegeben – inklusive der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
6.2 Die Vergütung ist je nach Vereinbarung vor Beginn der Behandlung, unmittelbar nach der Behandlung oder gemäß einem gesondert vereinbarten Zahlungs- bzw. Ratenzahlungsplan fällig. Wenn nichts Abweichendes vereinbart ist, sind fällige Zahlungen unmittelbar nach der jeweiligen Leistungserbringung zu begleichen.
6.3 Bei Behandlungspaketen kann die Anbieterin Vorauszahlungen, Anzahlungen oder Ratenzahlungslösungen vorsehen. Die Einzelheiten (Höhe, Fälligkeiten, ggf. Drittanbieter für Ratenzahlung) ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot oder der Buchungsbestätigung.
§7 Zahlungsarten und Drittzahlungsdienste
7.1 Der Kunde akzeptiert die im Studio bzw. im Buchungssystem jeweils angegebenen Zahlungsarten, insbesondere Barzahlung, Echtzeitüberweisung, Kreditkarte, Google Pay, PayPal und ggf. Klarna sowie weitere Raten- oder Finanzierungsdienstleister.
7.2 Bei Nutzung externer Zahlungs- oder Finanzierungsdienstleister kommt ein eigenständiger Vertrag zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Dienstleister zustande. Rechte und Pflichten aus diesem Zahlungs- bzw. Finanzierungsvertrag berühren das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und der Anbieterin nicht. Insbesondere ist der Kunde nicht berechtigt, Einwendungen aus dem Vertragsverhältnis mit dem Zahlungsdienstleister gegenüber der Anbieterin geltend zu machen. Zudem gelten ergänzend die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Dienstleisters, die der Kunde im Rahmen des Zahlungsvorgangs gesondert bestätigt.
§8 Termine, Terminverschiebungen und Ausfallhonorar
8.1 Vereinbarte Termine sind verbindlich. Der Kunde ist verpflichtet, Termine, die er nicht wahrnehmen kann, rechtzeitig zu verschieben oder abzusagen.
8.2 Eine kostenfreie Terminverschiebung oder -absage ist bis spätestens 72 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich. Maßgeblich ist der Zugang der Mitteilung bei der Anbieterin während der Geschäftszeiten.
8.3 Bei späterer Absage, Verschiebung oder Nichterscheinen („No-Show“) kann die Anbieterin ein angemessenes Ausfallhonorar verlangen. Dieses beträgt grundsätzlich 80 % des vereinbarten Behandlungspreises, da zu diesem Zeitpunkt regelmäßig kein Ersatztermin mehr vergeben werden kann und Personal- und Raumkapazitäten gebunden sind. In diesem Umfang sind der Anbieterin Einnahmen entgangen, während ersparte Aufwendungen (Material, Einwegartikel) geringfügig sind. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
8.4 Die Anbieterin ist berechtigt, Termine aus wichtigem Grund, insbesondere bei Erkrankung von Personal, technischen Störungen oder betriebsbedingten Gründen, kurzfristig abzusagen oder zu verschieben. Der Kunde wird hierüber unverzüglich informiert; bereits geleistete Zahlungen werden gutgeschrieben oder erstattet, sofern keine Ersatztermine vereinbart werden. Weitergehende Ansprüche, insbesondere auf Schadensersatz wegen vergeblicher Aufwendungen, bestehen nur nach Maßgabe der Haftungsregelungen dieser AGB.
§9 Haftung, Behandlungsrisiken und Haftungsbeschränkungen
9.1 Die Anbieterin führt Behandlungen nach dem aktuellen Stand der kosmetischen Praxis mit der gebotenen Sorgfalt aus und weist den Kunden über Ablauf, Wirkweise, typische Risiken und Kontraindikationen auf.
9.2 Individuelle Reaktionen des Körpers (z. B. Rötungen, Schwellungen, Pigmentveränderungen, allergische Reaktionen, Wundheilungsstörungen), Abweichungen der Farbwiedergabe beim Permanent Make-up oder abweichende Dauer von Behandlungsergebnissen können trotz fachgerechter Durchführung auftreten und gehören zum allgemeinen Risiko kosmetischer Behandlungen. Soweit die Anbieterin nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig handelt, begründen solche normalen und typischen Risiken keine Schadensersatzansprüche.
9.3 Die Haftung der Anbieterin auf Schadensersatz richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften mit folgender Maßgabe:
- (a) Die Anbieterin haftet unbegrenzt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
- (b) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur für Schäden aus der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesen Fällen ist die Haftung der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Kardinalpflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde vertrauen darf.
- (c) Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
9.4 Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen der Anbieterin.
9.5 Unterlässt der Kunde erforderliche Angaben oder macht unrichtige bzw. unvollständige Angaben im Sinne des §4 dieser AGB, übernimmt die Anbieterin für hierauf beruhende Schäden (insbesondere unerwünschte Hautreaktionen, Narbenbildungen, Pigmentstörungen, unzureichende Ergebnisse) keine Haftung, soweit nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten der Anbieterin vorliegt. Gleiches gilt bei Missachtung der erteilten Pflege- und Vorbereitungshinweise.
§10 Gutscheine, Geltungsdauer und Einlösungsbedingungen
10.1 Die Anbieterin gibt Wertgutscheine über einen bestimmten Geldbetrag (nachfolgend „Gutscheinwert“) sowie – soweit angeboten – Behandlungsgutscheine für konkret bezeichnete Leistungen aus. Gutscheine können für sämtliche im Einlösungszeitpunkt angebotenen Behandlungen der Anbieterin eingelöst werden. Eine Bindung an das Leistungsangebot zum Kaufzeitpunkt besteht nicht.
10.2 Die Gutscheine berechtigen nicht zu einer bestimmten Behandlung zu einem unveränderlichen Preis, sondern zur Anrechnung des Gutscheinwertes auf die im Einlösungszeitpunkt gültige Preisliste. Bei Behandlungsgutscheinen für konkret bezeichnete Leistungen gilt: Ist der Preis der bezeichneten Leistung zum Einlösungszeitpunkt höher als zum Erwerbszeitpunkt, wird der gezahlte Gutscheinwert angerechnet. Der Kunde hat lediglich die Differenz zum aktuellen Preis zu tragen. Ist die Leistung nicht mehr im Programm, kann der Gutscheinwert auf eine vergleichbare andere Behandlung angerechnet werden.
10.3 Eine Barauszahlung des Gutscheinwertes oder von Restbeträgen ist ausgeschlossen, soweit keine gesetzliche Verpflichtung zur Auszahlung besteht. Restbeträge aus teilweiser Einlösung bleiben innerhalb der Verjährungsfrist als Guthaben erhalten und können für weitere Behandlungen genutzt werden.
§11 Schulungen: Leistungsumfang, Teilnahmevoraussetzungen und Nachweise
11.1 Die Anbieterin bietet Schulungen, Workshops oder Kurse im Kosmetikbereich an. Der konkrete Inhalt, Umfang, Ort, Dauer und die maximalen Teilnehmerzahlen ergeben sich aus der jeweiligen Schulungsbeschreibung.
11.2 Teilnahmevoraussetzungen (z. B. Mindestalter, Vorqualifikation, mitzubringende Materialien oder ggf. Modelle) sind vom Teilnehmer einzuhalten. Die Anbieterin kann Teilnehmer, die die Voraussetzungen nicht erfüllen oder gravierend gegen Sicherheits- oder Hygieneregeln verstoßen, von der Teilnahme ausschließen. Ein Anspruch auf Rückerstattung besteht in diesem Fall nur nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften.
11.3 Die Vergütung für Schulungen ist – sofern nicht anders vereinbart – vor Beginn der Schulung in voller Höhe fällig. Für Absagen und Umbuchungen gelten die Regelungen aus §8 dieser AGB entsprechend.
11.4 Die im Rahmen von Schulungen vermittelten Inhalte dienen der Fort- und Weiterbildung. Die Anbieterin übernimmt insbesondere keine Gewähr dafür, dass der Teilnehmer bestimmte Prüfungen besteht, behördliche Zulassungen erhält oder wirtschaftliche Erfolge erzielt. Führt der Teilnehmer im Rahmen der Schulung Behandlungen an Modellen oder Dritten durch, erfolgt dies unter Anleitung, aber in eigener Verantwortung des Teilnehmers. Die Anbieterin haftet insoweit nur nach Maßgabe der allgemeinen Haftungsregelungen dieser AGB.
11.5 Die Anbieterin kann nach erfolgreicher Teilnahme eine Teilnahmebescheinigung oder ein Zertifikat ausstellen. Ein Anspruch auf eine bestimmte berufliche oder gewerbliche Anerkennung besteht nicht.
11.6 Unterlagen, Skripte, Präsentationen und sonstige Lehrmaterialien bleiben geistiges Eigentum der Anbieterin. Der Teilnehmer erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht zur eigenen Fortbildung. Eine Vervielfältigung, Weitergabe oder kommerzielle Verwendung ohne Zustimmung der Anbieterin ist untersagt.
§12 Leistungsstörungen, Verzug des Kunden und Zurückbehaltungsrechte
12.1 Gerät der Kunde mit einer fälligen Zahlung in Verzug, ist die Anbieterin berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen und weitere Leistungen bis zur vollständigen Zahlung zurückzuhalten.
12.2 Solange sich der Kunde mit Zahlungen aus bereits erbrachten Leistungen in Verzug befindet, ist die Anbieterin berechtigt, weitere bereits vereinbarte Termine bis zum Ausgleich der Rückstände zu stornieren oder nur gegen Vorauszahlung durchzuführen. Hierüber wird der Kunde rechtzeitig informiert.
12.3 Aufrechnungsrechte stehen dem Kunden nur zu, wenn seine Gegenansprüche unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind. Bei Verbrauchern bleibt die Aufrechnung mit Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis unberührt, soweit sie gesetzlich nicht ausgeschlossen werden kann.
12.4 Zurückbehaltungsrechte dürfen nur geltend gemacht werden, soweit sie auf demselben Vertragsverhältnis beruhen.
§13 Höhere Gewalt und betriebsbedingte Ausfälle
13.1 Höhere Gewalt sind Ereignisse, die außerhalb des Einflussbereichs der Anbieterin liegen, bei Vertragsschluss nicht vorhersehbar waren und deren Auswirkungen auch durch zumutbare Maßnahmen nicht verhindert werden können (z. B. Naturkatastrophen, Pandemien, behördliche Anordnungen, flächendeckende Ausfälle von Strom- oder Kommunikationsnetzen).
13.2 Beim Vorliegen höherer Gewalt ist die Anbieterin von der Leistungspflicht für die Dauer des Hindernisses befreit. Vereinbarte Termine und Fristen verschieben sich um die Dauer des Ereignisses zuzüglich einer angemessenen Wiederanlaufzeit.
13.3 Dauert die Beeinträchtigung länger als 60 Tage an, sind beide Parteien berechtigt, sich von den betroffenen Verträgen zu lösen. Bereits erbrachte Leistungen sind abzurechnen.
13.4 Betriebsbedingte Ausfälle (insbesondere krankheitsbedingte Ausfälle von Behandlerinnen/Behandlern oder technische Defekte) berechtigen die Anbieterin, Termine kurzfristig zu verschieben. Ziffer 8.5 dieser AGB gilt entsprechend.
13.5 Bei behördlich angeordneten Betriebsschließungen oder erheblichen Betriebseinschränkungen (z.B. im Zusammenhang mit Pandemien) verlängern sich laufende Fristen für die Inanspruchnahme von Gutscheinen und Paketleistungen automatisch um die Dauer der Schließung zuzüglich eines Zeitraums von drei Monaten. Eine Pflicht zur Rückzahlung bereits gezahlter Entgelte besteht insoweit nicht, solange die Leistung innerhalb der verlängerten Frist nachgeholt werden kann. Gesetzliche Rücktritts- und Kündigungsrechte bleiben unberührt.
§14 Schlussbestimmungen, Gerichtsstand und anwendbares Recht
14.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
14.2 Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis der Sitz der Anbieterin. Die Anbieterin ist jedoch berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinen Gerichtsstand in Anspruch zu nehmen.
14.3 Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Zwingende verbraucherschützende Zuständigkeitsregelungen bleiben unberührt.
14.4 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gilt diejenige Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der Bestimmung am nächsten kommt.